Fernsehen bleibt das wichtigste Medium – noch

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Am Sonntag, den 21. November jährt sich der Welttag des Fernsehens zum 25. Mal. Den entsprechenden Beschluss fassten die Vereinten Nationen 1996 nach dem ersten Weltfernsehforum in Italien – mit elf Enthaltungen der Mitgliederstaaten, darunter auch Deutschland. Die Kritiker verwiesen damals darauf, dass es weltweit keinen flächendeckenden Zugang zum Fernsehen gebe und dies oftmals den reichen Bevölkerungsschichten vorbehalten sei.

„Dennoch ist das Fernsehen nach wie vor das wichtigste Massenmedium zur Vermittlung von Information und Unterhaltung in Deutschland“, stellt Angelika Löber, medienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, fest. Laut jüngsten Erhebungen betrage die durchschnittliche tägliche Fernsehdauer 220 Minuten. Allerdings hole das Internet auf: hier liegt die tägliche Nutzungsdauer über alle Altersgruppen bei 196 Minuten. „Das sind fast 7 Stunden, die jeder von uns vor dem Fernseher oder im Internet verbringt. Bei den Jugendlichen hat das Internet das Fernsehen als Hauptmedium schon überholt. Jugendliche verbringen täglich im Schnitt 258 Minuten im Internet“, unterstreicht Löber.

Angesichts solcher Zahlen mache ein Welttag des Fernsehens sogar doppelt Sinn, betont Löber. Einerseits sollte er Anlass sein, auch einmal kritisch den Medienkonsum vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu hinterfragen. „Da darf es uns nicht wundern, wenn in den vergangenen Jahren und insbesondere während der Pandemie die Zahl der Kinder stetig gestiegen ist, die Abhängigkeitssymptome von diesen Medien zeigen“, betont Löber.

Andererseits sollte der Tag auch genutzt werden, um die Bedeutung des Fernsehens hervorzuheben. Denn im Unterschied zum Internet, in dem jeder als Produzent auftreten und damit ungefiltert Nachrichten verbreiten könne, unterlägen die Informationen im Fernsehen einer redaktionellen Bearbeitung und damit einer presserechtlichen Verantwortung.

„Unreflektiert hinnehmen darf man diese Informationen deswegen natürlich nicht“, bestätigt Löber. Aber die Qualität der Informationen aus dem Fernsehen seien dennoch in der Summe wesentlich höher einzustufen, als die aus dem Internet. Darauf sollte an diesem Tag besonders hingewiesen werden.